Biografie
Doris Schmitt-Landsiedel ist Dipl.-Ing. der Elektrotechnik (Universität Fridericiana Karlsruhe) und Dipl.-Phys. (Albrecht-Ludwigs-Universität Freiburg) und wurde an der TU München zum Dr. rer.-nat. promoviert.
Von 1981 bis 1996 arbeitete sie in der Zentralen Forschung und Entwicklung der Siemens AG in München im Bereich der Festkörperphysik und Mikroelektronik, zuletzt als Leiterin eines Forschungssektors mit Forschungsprojekten auf den Gebieten
- schnelle digitale und analoge CMOS- und BICMOS-Schaltungen
- statische, dynamische und nichtflüchtige Speicher
- verlustarme Schaltungen für digitale Hörgeräte
- Entwurfsoptimierung und Ausbeute-Monitoring von CMOS-Prozessen.
1996 wurde sie als Ordinaria an die Technische Universität München berufen und leitet dort den Lehrstuhl für Technische Elektronik.
Sie hat mehr als 200 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht und mehrere Best Paper und Best Poster Awards erhalten. Zudem ist sie Erfinderin oder Miterfinderin von mehr als 50 Patenten und Patentanmeldungen. Im Jahr 2007 hat sie als General Chair die European Solid-State Device Conference (ESSDERC) und die European Solid-State Circuits Conference (ESSCIRC) in München ausgerichtet. Sie ist Herausgeberin der Fachbuch-Reihe Halbleiter-Elektronik des Springer Verlags, Koeditorin der Springer Series in Advanced Microelectronics und Mitglied der wissenschaftlichen Schriftleitung der Zeitschrift Mechatronik F&M.
Prof. Schmitt-Landsiedel ist Mitglied des Wissenschaftsrats, des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech. Seit 2005 ist sie Mitglied des Aufsichtsrats der Infineon Technologies AG. Von 2000 bis 2008 war sie Hochschulrätin der Universität der Bundeswehr München. Als Mitglied des Kuratoriums des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) gehört sie der Fraunhofer-Gesellschaft an. Sie ist im Beirat des VDE Bezirks Südbayern. An der TU München ist sie stellvertretende Frauenbeauftragte. 2008 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. 2009 wurde sie mit der Heinz-Maier-Leibnitz-Medaille der TU München ausgezeichnet.



